Scheduled Proposition

This proposition is scheduled for the voting BPT 2021.1 WP555.

 24 Supporters
 13 Arguments
 Ballot:

WP555: Organspendeausweis


Organspendeausweis

Die Piratenpartei Bund möge zum Punkt Gesundheitspolitik, (13) den Punkt 13.13 zufügen und abstimmen.
Die Piratenpartei unterstützt die von der Bundesärztekammer favorisierte Widerspruchslösung bei der Organspende. Der mögliche Widerspruch soll dabei auf einem Organspendeausweis vermerkt sein. Eine formlose Erklärung, die mitgeführt wird, soll dabei genauso Gültigkeit haben. Eine Registrierung in einem Widerspruchs- oder Organspenderegister lehnen wir ab.

Weitere Änderungen des Transplantationsgesetzes, die eine Schwächung der Rechte von Organspendern beinhalten, lehnen wir ebenfalls ab. So soll auch weiterhin die Hirntodfeststellung von zwei unabhängigen Ärzten, die nicht an der Transplantation beteiligt sind, nach einem festen Ablauf durchgeführt werden.
Ebenso beibehalten soll die Informationspflicht der Krankenkassen werden.


Motivation

Fast 10.000 Organe [1] werden derzeit in Deutschland benötigt. Dem entgegen stehen im Durchschitt ca. 1000 Spender im Jahr [2018: 955], obwohl einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über 84% der Befragten [2] einer Organ- oder Gewebespende positiv gegenüber stehen. Den Schritt die eigene Entscheidung schriftlich (z. B. auf einem Organspendeausweis) zu dokumentieren haben dagegen nur 39%. Die Widerspruchslösung soll hier die Spende erleichtern. Wie auch bei der Entscheidungslösung bleibt jeder frei in der eigenen Entscheidung. Angehörige können weiterhin angehört, sowie an der zu erfolgenden Hirntodfeststellung [3] beiwohnen. Da ein Widerspruch nicht begründet werden muss, ist auch der Schritt der Rechtfertigung nicht notwendig. [1] https://www.dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO_Jahresbericht_2018.pdfis [2] https://www.organspende-info.de/fileadmin/Organspende/05_Mediathek/04_Studien/BZgA_Studie_Organspende_2018_Ergebnisbericht.pdf [3] https://www.organspende-info.de/organspende/hirntod.html

Added on Oct 25, 2019
Voting ends at May 29, 2021, 12:00:00 AM
+4
Mehr Organspenden notwendig

Zu wenige Organspender, Ergo Wiederspruchslösung.  >>>  Read on

+1
Es geht hier um die Voreinstellung und die Ablehnung eines Registers

Im Wesentlichen wollen wir als Default festlegen, was Umfragen zufolge die Meisten wollen. Und wir lehnen ein Register ab.  >>>  Read on

+12
Wir brauchen mehr Organspenden, aber die Widerspruchslösung ist der falsche Weg

Warum bestehen wir bei Cookies auf ein Opt In und unterstellen dann, für den eigenen Körper reicht bestimmt ein Opt out?  >>>  Read on

+3
Das ist keine Spende

Wenn ich explizit widersprechen muß ist das keine Spende mehr!

+3
Widerspruchslösung vergrößert die Ablehnung

Das Problem benötigt Überzeugungsarbeit und nicht eine Konfrontation mit der eigentlichen Sterblichkeit  >>>  Read on

+0
Falsch herum aufgezogen

Frage nicht nach Spendern sondern nach Empfängern.  >>>  Read on

+0
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Eine Lösung kann in jeder Kommune umgesetzt werden, ohne eine Gesetzesänderung, die ein Opt-Out einführt und damit das "Spende" fragwürdig erscheinen lässt.  >>>  Read on

+0
Ursache für die geringe Zahl der Organe sind nicht die fehlenden Zustimmungen

Nicht fehlende Spenderausweise sondern organisatorische Mängel in den Kliniken sind Ursache für fehlende Organe  >>>  Read on

-1
Nicht die Spendenbereitschaft ist das Problem

Zuerst sollte man alle anderen Hindernisse für Organspenden beseitigen, ehe man nur daran denkt, die Faulheit der Menschen auszunutzen.  >>>  Read on

-1
Falscher Ansatz

Informationskampagne statt Gesetzesänderung  >>>  Read on

-1
Eine Spende bedarf zwingend einer Zustimmung

Bedürfte es keiner Zustimmung, könnte ich jemandem heimlich etwas stehlen - und behalten, da er ja nicht vorher widersprochen hat.  >>>  Read on

-3
Lügen-Zahlen im Antrag

"Dem entgegen stehen im Durchschitt ca. 1000 Spender im Jahr [2018: 955]" -> geht bewußt von falschen Voraussetzungen aus  >>>  Read on

-4
Hirntod ist eine willkürliche Grenze

Sterben ist ein Prozess, über den wir zu wenig wissen - und der Hirntod eine willkürliche Definition  >>>  Read on